Juli 2012

Im Juni erhielt ich von der Elternvertreterin der Klasse meiner Tochter eine Einladung zum Klassenfest am 15. Juli im Stadtwald Hannover.

Ich hatte seit März keinen Kontakt zu meiner Tochter, da jeder Fortschritt im Wiederbeleben der Beziehung zu meiner Tochter binnen Tagen durch die betreuende Mutter wieder zerstört wurde. Sie schreibt mir seit fast einem Jahr im 2-Wochenrhythmus in 2 Sätzen, dass sie den Wochenendumgang absagt.

Durch den Besuch des Klassenfests wollte ich meiner Tochter zeigen, dass ich noch da bin und es ihr überlassen, zu entscheiden, ob sie eine Kontaktaufnahme wagen kann.

Ich unterhielt mich nach meinem Eintreffen ca. 10 Minuten angeregt mit anderen Eltern, als meine Tochter mit ihrer Mutter per Fahrrad eintrafen. Es sah so aus, als wollten sie ihr Fahrrad hinter einem Busch parken.

Beide verschwanden wieder, ohne irgendjemanden zu grüßen.

Dieses Beispiel vorbildlichen Sozialverhaltens wurde von mir gegenüber anderen Eltern und Lehrern nicht angesprochen.

 

 

April 2012

Unser letztes Treffen hatten wir Ende Februar. Es waren wenige Stunden, die wir in Hannover in  der Innenstadt verbrachten. Meine Tochter äusserte sich, ohne dass das Thema von mir aufgebracht wurde, kritisch zu ihrem eigenen Verhalten, als wir in der DB Lounge zuerst einen Kakao tranken.

Die Stimmung taute auf, es war bald so, als wenn nichts zwischendurch passiert wäre: Es war locker, herzlich und humorvoll.

Als die Zeit gekommen war, für die sie ihrer Mutter die Rückkehr zugesagt hatte, schaute sie angespannt auf die Uhr.

Unser Treffen ist auch bei meiner Tochter so positiv aufgenommen worden, dass sie nach 3 Tagen wieder bei mir anrief. Wir führten ein Telefonat wie vor der Zeit des Umgangsabbruchs. Ich regte an, dass wir uns am Freitag nachmittag wieder treffen, was positiv von meiner Tochter aufgenommen wurde.

 

Ich brauchte mir allerdings keine Hoffnung machen, dass diese Entwicklung von der Mutter tatenlos hingenommen würde......

 

Als ich am Donnerstag dann, einen Tag vor dem geplanten Wiedersehen, wieder anrief, musste meine Tochter zunächst die Mutter fragen, ob denn ein Treffen mit dem Vater überhaupt ginge.

Zurück von der Mutter, antwortete sie, Mama habe gesagt, sie hätten eigentlich schon lange geplant, an dem Nachmittag Leuten zu besuchen, die auch einen Hund haben. Auf meine Frage, ob wir uns denn wenigstens zum Mittagessen treffen können, bekam ich zur Antwort, dass Mama gleich nach der Schule losfahren wolle.

 

Dies ist der Grund, warum ich meine Tochter nicht mehr dahin bewegen möchte, sich wieder ihrem Vater zuzuwenden. Sie erfährt umgehend, dass dieses unvereinbar mit der neuen Rolle ist, die ihr von Mutter, Jugendamt und Familiengericht zugeteilt wurde. Die gewonnene Nähe wird von denjenigen, die die Macht über sie haben, sofort wieder zerstört.

Sie bekam die Rolle, den Elternkonflikt stellvertretend weiterzuführen- “zum Wohle des Kindes” wird ein Anreizsystem zum Beziehungsabbruch installiert.

 

Wie die Unerwünschtheit des Ausbruchs aus der vaterablehnenden Rolle aktuell von der Mutter zum Kind transportiert wird, entzieht sich meiner Kenntnis....Wahrscheinlich durch Doppelbotschaften, denn im Aussenverhältnis wird kontinuierlich vorgetragen, die Mutter wolle den Kontakt zwischen Vater und Kind.

 

Übrigens......, Ende Februar, erreichte mich auch das Schreiben der Jugendamtsmitarbeiterin ans Gericht, indem nach meiner Beschwerde an die Jugendamtsleitung an das Gericht erklärt wurde, ein weiterer Umgang zwischen mir und meiner Tochter sei nicht mehr möglich.

Grund: Die Jugendamtsmitarbeiterin behauptet en passant, der Vater würde für jede Entscheidung seiner Tochter eine Rechtfertigung verlangen.

Das Interessante daran ist, dass das Jugendamt auf fachliche Kritik nicht reagiert und den alten Hinweis von mir - dass meine Tochter seit ihrer Geburt unter minutiöser Fremdkontrolle durch ihre Mutter steht, einfach ignoriert.

Stattdessen setzt die kritisierte Mitarbeiterin eigenmächtig einen drauf: Sie stellt eine Behauptung auf, die nicht zutrifft, nämlich dass der Vater Rechtfertigungen verlange und trifft dann eine Schlussfolgerung ohne Kausalität. Dabei setzt sie voraus, dass das Familiengericht eine Aussage dieser Qualität ungeprüft hinnimmt.!!!

Sie könnte auch behaupten, der Vater habe seine Tochter nach der Uhrzeit gefragt, daher sei ein Beziehungsabbruch unabdingbar.