Das Verhältnis zwischen meiner Tochter und mir war  über 11 Jahre, bis zum Sommer 2011 geprägt von Herzlichkeit, Humor, Fürsorge und Verbindlichkeit.

Auch jetzt, wo sich meine Tochter im Stil der Kindesmutter gegen mich ausspricht, tut sie das ausschließlich im Außenverhältnis. Der Antrieb dafür erfolgt nicht nur durch die Kindesmutter. Auch das Jugendamt Hannover übte sogar in meiner Gegenwart massiv verbalen Druck auf meine Tochter aus, sich gegen mich auszusprechen.

Ist sie dann nur eine Viertelstunde mit mir allein, gehen wir wieder so respektvoll und behutsam miteinander um wie wir es früher immer taten. Es kommt schon noch vor, dass sich meine Tochter gegen ihre neue Rolle aufbäumt. Und es tut weh, zusehen zu müssen, wie dies dann wieder erstickt wird.

 

 

1999, November

Geburt meiner Tochter in Hannover, wohnt bei Kindesmutter in der Nähe des Wohnsitzes des Vaters

 

2000, OSTERN

Trennung der Mutter vom Vater

 

Ich zahle Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, immer 3-6 Monate im Voraus.

Ich hole mein Kind  alle 1-2 Tage für mehrere Stunden, sie übernachtet als Baby nur 1x/Woche bei mir.

Sie wird als Baby ca. 1 Woche/Monat nur ausschließlich durch mich versorgt, da die Mutter wochenweise zum

Studieren nach Berlin fährt. Die Baby- und Kleinkindversorgung erfolgt durch mich im Zeitraum von 2000-2005

zu gleichen Teilen entweder durch mich oder die Kindesmutter.  Mein Kind hat von Geburt an ein eigenes Zimmer,

eigene Spielsachen und auch eigene Bekleidung bei mir.

 

ab 2000 Sommer

Ich gehe mit meiner Tochter wöchentlich mittwochs zur Krabbelgruppe in einen Ort in der Nähe und zum Kinderturnen.

 

2001, 27.Juli     Eskalation wegen unerlaubten Betretens  des Schlafzimmers von K.

Ich treffe verabredungsgemäß um 13:30 ein, um meine Tochter abholen. Sie schläft noch. Ich betrete wie gewohnt leise das Schlafzimmer meiner Tochter um nachzusehen, allerdings entgegen des Wunsches der Mutter. Die Kindesmutter bezichtigt mich daher des Hausfriedensbruchs und verständigt die Polizei. Als die Polizei eintrifft, sieht sie mich auf dem Rasen sitzen, meine Tochter auf dem Schoß. Die Kindesmutter deklariert, ich sei gewaltbereit.  Die Polizei Wagenfeld nimmt auf, dass das Kind  spielend auf meinem Schoss sitzt.

 

2002 Juni   Umzug der Mutter nach Hannover

Kindesmutter zieht mit der Tochter nach Hannover, ich werde darüber informiert.

 

2002 August  Mutter wünscht Umgangsvereinbarung vor dem Jugendamt Hannover

Kindesmutter will Umgangsvereinbarung vor dem Jugendamt. Vater wird eingeladen. Das Jugendamt macht die Eltern auf die Wahrnehmung ihrer Elternrolle aufmerksam. Die Forderungen der Kindesmutter werden erfüllt, Deklaration als Vereinbarung - trotzdem ein akzeptables Ergebnis für die Vater-Kind-Beziehung

Ich darf meine Tochter von Donnerstag mittag bis Samstag abend abholen. Die freien Tage sind damit geteilt. Der Fahraufwand von ca. 400km wöchentlich ist vollständig durch mich zu tragen. Nach wie vor ist meine Tochter für monatlich je 5 Tage zusammenhängend bei mir, da Kindesmutter zum Studium nach B. fährt.

 

2002  7. September    Polizei wird wegen 1,5-stündiger Verspätung verständigt

Ich bringe  K. verspätet zurück nach Hannover. Ich kündige die Verspätung an und schlage der Kindesmutter vor, sie möge mir vielleicht bis nach Hannover Herrenhausen entgegenkommen, da ich wegene eingetroffenen Besuchs sofort wieder zurück muss. Die Kindesmutter verständigt die Polizei und erklärt dem Jugendamt Hannover, ich  wolle meine Tochter  an der Autobahnabfahrt aussetzen.

 

2003  März            Gespräch mit Mediator

Kindesmutter teilt mir mit, sie könne nicht mit mir reden. Ich kann das nicht nachvollziehen, erhalte aber keine weiteren Erklärungen. Ich schlage vor, das Gespräch nicht im Jugendamt zu führen. Nach Zustimmung druch die Kindesmutter beauftrage ich einen Mediator der Gesellschaft für psychologische Pädagogik zur Gesprächsführung bei 2 Terminen.

 

2004  Februar      Gespräch im Jugendamt auf Wunsch der Kindesmutter

Kindesmutter ist wieder unzufrieden und wünscht Gespräche im Jugendamt. Es findet ein begleitetes Gespräch vor dem Jugendamt statt. Die Kindesmutter benennt nicht, worum es ihr geht und warum sie ihre Anliegen nicht direkt mit mir bespricht.

 

2005  Januar         Beendigung des Studiums für Pflegewissenschaften

Von 2000 bis 2005 war meine Tochter einmal im Monat für eine Woche/Monat bei mir, weil die Kindesmutter in dieser Zeit ihrem Studium in Berlin nachgegangen ist. Diese Notwendigkeit entfällt jetzt.

 

2005  Juni              Kindesmutter strebt nach neuer Umgangsregelung

Kindesmutter konsultiert die Elternberatungsstelle des Jugendamts Hannover und drängt auf eine neue Umgangsregelung anlässlich der “bevorstehenden” Einschulung. Diese findet im August 2006, also in über einem Jahr statt.

 

2005  November      Kindesmutter beantragt vor dem Familiengericht Hannover Umgangsreduzierung

die Umgangsreduzierung auf jedes 2.Wochenende, gem. den umgangsrechtlichen Standards. Ausserdem wird beantragt, mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht abzuerkennen und mich von den Geburtstagsfeiern meiner Tochter auszuschließen.

Ergebnis: Dem Antrag der Kindesmutter auf Reduzierung des väterlichen Umgangs auf jedes 2. Wochenende stattgegeben. Für die verbleibenden 8 Monate bis zur Einschulung wird ein Übergangsverfahren beschlossen, nachdem der Umgang abwechselnd wöchentlich und 2-wöchentlich stattfindet.

Das Sorgerecht bleibt unverändert geteilt.

Ich versuche, die Kindesmutter durch höhere Unterhaltszahlungen als 128% der Düsseldorfer Tabelle dazu zu bewegen, bis zur Einschulung die alte Umgangsregelung beizubehalten - die Kindesmutter lehnt ab.

 

2007  Januar          Beantragung  Beistandschaft vor dem Jugendamt Hannover

Die Kindesmutter überträgt eine Beistandschaft gegen mich an das Jugendamt Hannover. Ich hatte der Kindesmutter schon beim Umzug nach Hannover schriftlich garantiert, ich würde die Ausbildungsfinanzierung von Karoline allein übernehmen, wenn sie das Jugendamt gegen mich aus dem Spiel lässt. Dies schien der Kindesmutter nicht so wichtig zu sein. Nach wie vor erhielt die Kindesmutter den Kindesunterhalt 3-6 Monate im Voraus.

 

2007 Dezember      Beantragung Zwangsgeldandrohung wegen Mittagessen mit der Tochter

Die Kindesmutter behauptete, ich sei der Auffassung, ich habe über das Kind zu bestimmen. Warum ? Am 8.11.2007 habe ich meine Tochter an ihrem ersten Schultag nach den Herbstferien zum Mittagessen eingeladen, nachdem ich sie 3 Wochen nicht gesehen hatte. (Meine Tochter begleitete ihre Mutter zu ihrer 2. Mutter-Kind Kur - in der Zeit der Herbstferien, in denen meine Tochter gem. Umgangsregelung eigentlich bei mir gewesen wäre.)

Die Kindesmutter sprach sich auf tel. Anfrage gegen diesen Umgang mit mir aus - ohne Begründung. Das Nichtbefolgen der mütterlichen Anordnung führte zu einem umgehenden gerichtlichen Antrag auf Zwangsgeldandrohung gegen mich. Der Kindesmutter fehlte das Verständnis für das Treffen zwischen Vater und Tochter.

Der Antrag wird abgelehnt, es wird Mediation für die Eltern angeordnet. In dieser Mediation behauptet die Kindesmutter, sie habe doch keinen Grund, ein gemeinsames Essen von Vater und Tochter zu verhindern. Sie sagt aber nicht, warum sie es immer wieder verhindert hat.

 

2009     Nächste Schritte der Kindesmutter, diesmal unter Einbindung meiner Tochter, des Jugendamts und des Winnicott Instituts              

Die Kindesmutter lässt sich von der gleichen Jugendamtsmitarbeiterin beraten, die sich auf schon während der ersten Umgangsreduzierung gegenüber dem Vater 2005 um sie gekümmert hat. Vorgegegbener Grund: Meine Tochter wird ihr gegenüber durch die Mutter als ausgesprochen selbständig und selbstbewusst dargestellt und lässt sich nicht mehr führen.

Ich werde damals nicht darüber informiert.

Die Kindesmutter besucht daraufhin mit meiner Tochter das Winnicott-Institut in Hannover. Hier gibt es eine Kindergruppe für verhaltensauffällige Kinder, die nur noch bei einem Elternteil aufwachsen. Die Kindesmutter spricht mit dem Geschäftsführer des Instituts, der, wie sich später herausstellte, in das enge Netzwerk der elternberatenden Pädagogen in Hannover, u.a. auch mit der o.g. Jugendamtsmitarbeiterin eng zusammenarbeitet. Es wird wieder eine Mediation, allerdings ohne vorgegebenes Ziel vorgeschlagen. Ich stimme dem Vorschlag zu, es gibt 3 Mediationstermine. Am 3. Termin bricht dann der Mediator die Gespräche ab.

 

2011   Gerichtl. Antrag auf Umgangsreduzierung zwischen Vater und Tochter